Universitätsklinikum Hamburg um 7:00 Uhr. Vorbereitungen zur ersten OP: Desinfektion, Kopfhaube, Mundschutz, OP-Kleidung. Ärzte-Kollegen, die als Zuschauer eintreffen.

Die ruhenden Hände einer OP-Krankenschwester, umgeben von Spritzen, Kompressen und keimfreiem OP-Besteck.

Ein Patient vergraben unter den Greifarmen eines Roboters. Ein Prostatakarzinom – die Gefahr der Inkontinenz und Impotenz. Die Narkose hat seine Ängste und Hoffnungen für den Moment der Operation ausgeschaltet.

Das Auge des Arztes, verborgen in der Ausbuchtung einer Maschinenkonsole.

Monitore verteilt im ganzen Raum. Das Live-Bild vom Inneren des Patienten. Metallene Klemmarme wirbeln umher: schneidend, verbrennend, verknotend.

Fasszangen in den Händen einer Assistenzärztin.

Die Zuschauer jeden einzelnen Operationsschritt beobachtend.

Der Tanz der Hände im Korsett der Maschine. Eine leichte Bewegung führt zum Zerschneiden von Gewebe im Körper des Patienten.

Thorsten Wenning

Scheinbar losgelöst von seiner Umgebung, dringen die Bewegungen des Arztes tief in das Fleisch des Patienten hinein. Ist die Operation erfolgreich? Man wird sehen.